4 typische Fragen zu AOX

Wofür steht die Abkürzung AOX?

Die Abkürzung AOX steht für „Adsorbierbare Organisch gebundene Halogene“ (engl.: „Adsorbable Organic Halides“). Dieser Wert gibt die Konzentration von organisch gebundenen Halogenen in einer Wasserprobe an, also Verbindungen welche Chloride, Bromide oder Iodide enthalten. Eine hohe Konzentration an AOX stammt meist von Wasserverschmutzungen.
 

Was sind typische Quellen für AOX?

Halogenierte Verbindungen werden sowohl in der Industrie, als auch in Haushalten beispielsweise zur Reinigung, zur Desinfektion oder zur Entfettung genutzt. Weiterhin werden größere Mengen an halogenierten Lösemittel in der chemischen oder pharmazeutischen Industrie verwendet. Regelmäßig kommen hier chlorierte Lösemittel, wie DCM oder TCE, zum Einsatz, welche schlussendlich ins Abwasser gelangen können. Komplexere Moleküle, wie Pestizide, können ebenso in Abwässern in Form von AOX nachgewiesen werden.
 

Welchen Einfluss hat AOX auf die Umwelt?

Viele AOX-Moleküle können in der Umwelt nicht auf natürliche Art und Weise abgebaut werden. Diese bezeichnet man als Persistente organische Schadstoffe (engl. „Persistent Organic Pollutants“ - POPs). Diese persistenten Verbindungen können im Wasserlauf, sowie in der Nahrungskette akkumulieren, falls sie nicht vorher entfernt werden. Manche AOX sind toxisch und stellen dadurch eine zusätzliche Gefahr für Umwelt und Gesundheit dar. Deshalb wird in vielen Ländern die AOX-Konzentration im Abwasser streng reguliert.
 

Wie kann AOX aus dem Wasser entfernt werden?

Wie der Name bereits sagt, sind AOX adsorbierbare organische Verbindungen, wodurch sie sehr gut über Aktivkohle adsorbiert und somit abgeschieden werden. Dementsprechend wird Aktivkohle als Beste Verfügbare Technologie (BVT) für die AOX-Behandlung gelistet. Häufig ist AOX im Abwasser nur ein Teil der enthaltenen Verunreinigungen. Deswegen wird eine kombinierte Anordnung verschiedener Technologien benötigt, um die Einleitgrenzwerte einzuhalten. Aktivkohle wird dabei meist als letzte Reinigungsstufe genutzt, um selbst kleinste Spuren an AOX zu entfernen.

 

 

In den DESOTEC-Standorten wird die gesamte verbrauchte Aktivkohle analysiert, damit die richtigen Maßnahmen zur Entleerung der mobilen Filter und Handhabung der gesättigten Aktivkohle eingeleitet werden können.

Gesättigte Aktivkohle, die unseren Annahmebedingungen entspricht, kann in unseren Öfen reaktiviert werden. Das heißt, dass alle Moleküle, die beim Kunden auf der Aktivkohle adsorbiert wurden, in den Reaktivierungsöfen von DESOTEC desorbiert werden. Diese Verunreinigungen werden dann in einer Verbrennungs- und Neutralisierungsanlage gemäß der nationalen und europäischen Gesetzgebung vollständig zerstört. Die gesamte Anlage und ihre Emissionen stehen unter ständiger Online-Überwachung, wodurch gewährleistet ist, dass nur unschädlicher Wasserdampf aus dem Schornstein austritt.

Falls die gesättigte Aktivkohle unseren Annahmebedingungen nicht entspricht, wird sie zu einer externen Entsorgungsanlage gebracht.