Aircon BG-Filter lassen Einkommensquelle eines finnischen Kunden wieder sprudeln

Aircon BG activated carbon filter

Für jedes Unternehmen ist es bitter und fatal, wenn ein wichtiger Teil seines Budgets ganz plötzlich infolge eines technischen Problems einfach so wegfällt. Ein kommunales Unternehmen aus Finnland suchte und fand die richtige Lösung schließlich in Aktivkohlefiltration made by Desotec und kann nun wieder Deponiegas vertreiben. 

Eine finnische Stadt in der Region Nordsavonien betreibt eine Mülldeponie, in der der gesamte Haushaltsabfall der Gegend zentralisiert wird. Die im Abfall enthaltenen Bakterien produzieren vor Ort „Deponiegas“. Das kommunale Unternehmen nutzt diese Variante von Biogas aus zwei Gründen: zum einen, um ein Entzünden des Abfalls zu vermeiden und zum zweiten, um das Gas über eine unterirdische Rohrleitung an einen Geschäftspartner weiterzuleiten. Dieser wiederum nutzt das Deponiegas effektiv für die Erzeugung von Ökostrom und Wärme.

Lange Suche

Eine wichtige Bedingung des Geschäfts: die H2S-Konzentration des Deponiegases durfte 100 ppm nicht übersteigen. Vor einigen Jahren jedoch erfüllte der Abfallstrom diese entscheidende Bedingung nicht mehr. Die H2S-Konzentration erhöhte sich sogar bis auf 1200 ppm. Lange Zeit war das kommunale Unternehmen vergebens auf der Suche nach einer geeigneten Lösung. Es wurden verschiedene Optionen erwogen, von denen aber keine praktikabel war, weil die Investitionssumme zu hoch war und es außerdem an Garantien hinsichtlich der Ergebnisse fehlte.

Nach Analyse des Problems schlugen wir vor, einen Aircon BG-Filter zu installieren. Dieser verfügt über einen doppelwandigen Behälter und die Isolierschicht zwischen beiden Wänden reduziert das Risiko von Kondensation im Aktivkohlefilter erheblich. 

H2S ist einfach weg

Desotec lieferte den Filter von seinem operationellen Standort im polnischen Danzig aus. Die Aufstellung des Filters, der mit imprägnierter Aktivkohle gefüllt wurde, erfolgte Anfang Januar 2019. Der Aircon BG-Filter – ein etwas kleinerer Bruder des Aircon HC-XL-Filters – verarbeitet einen Durchfluss von etwa 550 m³/h Deponiegas und lieferte sofort sehr zufriedenstellende Ergebnisse: von der Eingangskonzentration 1600 mg H2S je Kubikmeter (1200 ppm) war am Ausgang nichts mehr übrig: 0 ppm. Nach einer Analyse der Ergebnisse beschloss der Ökostromproduzent, das Geschäft mit dem kommunalen Unternehmen sofort wieder zu reaktivieren. Das führte zur großen Erleichterung in Nordsavonien: dank der neu generierten Einnahmen wird die hohe Investition in die Verlegung der unterirdischen Rohrleitung zwischen beiden Unternehmen wieder rentabel.

Für das kommunale Unternehmen war die Installation dieses mobilen Aktivkohlefilters eine nahezu risikolose Investition: die Mietlösung bot die Chance, unverbindlich die Möglichkeiten dieser bisher unbekannten Technologie kennenzulernen, zur Erzeugung grüner Energie beizutragen und die zeitweise versiegte Einkommensquelle wieder zum Sprudeln zu bringen.