Aufwertung von Nebenprodukten in der chemischen Industrie

Viele Unternehmen versuchen, ihre Nachhaltigkeit zu verbessern. Sie gehen dafür beispielweise zu einem Kreislaufkonzept über, das die endlichen natürlichen Ressourcen der Erde besser nutzt.

Aktivkohle kann zur Reinigung chemischer Nebenprodukte verwendet werden, wodurch Abfälle in wertvolle Rohstoffe umgewandelt werden und die Unternehmen hohe Entsorgungskosten sparen.

Aufbereiten statt Entsorgen

Ein multinationales Chemieunternehmen stellt an seinem Standort in Italien Zwischenprodukte her, die dann vom Schwesterunternehmen in den USA verwendet werden.

Ein Nebenprodukt ist phosphorige Säure (H3PO₃), die in ihrer reinen Form eine breite Palette industrieller Verwendungsmöglichkeiten hat. Dieses Nebenprodukt ist jedoch nicht rein genug, um als Rohstoff verwendet zu werden: Es enthält etwa 2-3 % organische Stoffe und einen höheren Prozentsatz an Farbstoffen.

Aufgrund der Verunreinigung musste der Kunde dieses Nebenprodukt entsorgen. Dies ist ein kostspieliger und komplizierter Prozess. Der Kunde hatte dazu noch Schwierigkeiten, ein Abfallentsorgungsunternehmen zu finden, das in der Lage war, die Entsorgung der Phosphorsäure zu übernehmen.

In der Zwischenzeit kaufte das amerikanische Schwesterunternehmen des Kunden phosphorige Säure von einem Lieferanten in China, um sie als Rohstoff zu verwenden. Um die Qualität der Säure zu verbessern, reinigte das Unternehmen in den USA die Säure mit Aktivkohle auf Kokosnussbasis.

Die italienische Niederlassung erkannte, dass ihre phosphorige Säure zwar stärker verunreinigt war als das chinesische Produkt. Aber auch, dass es möglich sein könnte, sie zu behandeln und an den amerikanischen Standort zu verkaufen. Dies würde dem Kunden nicht nur Geld einbringen, sondern auch Entsorgungskosten sparen und seine Nachhaltigkeit erhöhen.

Der Kunde begann nach Lösungen zu suchen und kontaktierte DESOTEC im Dezember 2019.

Mit Aktivkohle aus Kokosnüssen zum Erfolg

Der Kunde benötigte ein System, das eine Durchflussmenge von 1-2 m3/h bewältigen kann. Das Verfahren sollte diskontinuierlich sein, da der Kunde das Phosphorsäure-Nebenprodukt lagern wollte, bis er eine Charge zu behandeln hatte.

Um von der amerikanischen Branche akzeptiert zu werden, sollte die gereinigte Phosphorsäure maximal 0,8 % organische und 3 % Farbstoffe enthalten.

Anfang 2020 lieferte DESOTEC zwei MOBICON 2000-Filter, die in Reihe geschaltet wurden und optimierte das System später durch einen dritten Filter.

Bei ähnlichen Anwendungen wird normalerweise Aktivkohle auf Kohlebasis verwendet. Der Kunde wollte jedoch dem Beispiel seiner amerikanischen Kollegen folgen und eine Kohle auf Kokosnussbasis verwenden. Diese hat den Vorteil, aus einer erneuerbaren Quelle zu stammen und hat sich bereits bei der Reinigung von phosphoriger Säure in der amerikanischen Anlage bewährt.

Versteckte Potentiale nutzen

Die Versuche zeigten perfekte Ergebnisse: Die Filter reduzierten die Verunreinigungen in der phosphorigen Säure wirksam auf das erforderliche Niveau.

Die erste Charge wurde an das amerikanische Werk geschickt, wo bestätigt wurde, dass sie nun rein genug war, um als Rohstoff verwendet zu werden.

Im Sommer 2020 begann dann die eigentliche Reinigung mit drei Filtern in Serie.

Viele Chemieunternehmen befassen sich mit dem ungenutzten Potenzial von Nebenprodukten oder Reaktionsrückständen, um ihre Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit durch die Verringerung ihres Rohstoffverbrauchs zu verbessern. Diese Unternehmen schicken derzeit viele Produkte zur Entsorgung, die gereinigt und aufgewertet werden könnten.

Wie kann DESOTEC helfen?

DESOTEC verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Unternehmen der chemischen Industrie. Wir können auf unser Fachwissen zurückgreifen, um unsere Kunden bei der Auswahl der besten Behandlung für jede Chemikalie zu beraten und sie bei Bedarf mit Tests in unserem Labor zu unterstützen. Da unsere Filter modular aufgebaut sind, können wir die Systeme auch nach der Installation optimieren.

Solche Verfahren reduzieren den Abfall in erheblichem Maße: In diesem Fall reinigt der Kunde 70 Tonnen Phosphorsäure mit nur 1,5 Tonnen Kohlenstoff. DESOTEC entsorgt die gefährliche Abfallkohle in Zusammenarbeit mit einem italienischen Entsorgungsunternehmen und transportiert sie in geschlossenen Filtereinheiten sicher vom Standort des Kunden ab.

Kontaktieren Sie DESOTEC noch heute

Diese Fallstudie ist nur ein Beispiel für die Arbeit von DESOTEC in der chemischen Industrie. Um zu besprechen, wie wir Ihr Unternehmen unterstützen können, wenden Sie sich noch heute an unser Team von Ingenieuren.

 

 

In den DESOTEC-Standorten wird die gesamte verbrauchte Aktivkohle analysiert, damit die richtigen Maßnahmen zur Entleerung der mobilen Filter und Handhabung der gesättigten Aktivkohle eingeleitet werden können.

Gesättigte Aktivkohle, die unseren Annahmebedingungen entspricht, kann in unseren Öfen reaktiviert werden. Das heißt, dass alle Moleküle, die beim Kunden auf der Aktivkohle adsorbiert wurden, in den Reaktivierungsöfen von DESOTEC desorbiert werden. Diese Verunreinigungen werden dann in einer Verbrennungs- und Neutralisierungsanlage gemäß der nationalen und europäischen Gesetzgebung vollständig zerstört. Die gesamte Anlage und ihre Emissionen stehen unter ständiger Online-Überwachung, wodurch gewährleistet ist, dass nur unschädlicher Wasserdampf aus dem Schornstein austritt.

Falls die gesättigte Aktivkohle unseren Annahmebedingungen nicht entspricht, wird sie zu einer externen Entsorgungsanlage gebracht.