Die Beseitigung von Geruchsbelästigung in der unmittelbaren Umgebung von Kläranlagen

Kläranlagen sind wesentliche Bestandteile unserer Infrastruktur - dennoch verursachen sie oft Geruchsbelästigung für die Anwohner.

In diesem Artikel erörtern wir allgemeine Probleme und wirksame Lösungen zur Entfernung von Geruchskomponenten aus Emissionen.

Problem

Kläranlagen erzeugen oft Emissionen aus mehreren Quellen, z.B. aus Schlammlagersilos oder Puffertanks, während des Prozesses der Schlammentwässerung für den Transport und aus der Hallenbelüftung.

Zu den freigesetzten Chemikalien gehören schwefelorganische Verbindungen wie Mercaptane einschließlich Dimethylsulfid (DMS) oder Dimethyldisulfid (DMDS); aromatische Kohlenwasserstoffe; Schwefelwasserstoff (H₂S); und Ammonium (NH₄).

Die Geruchsgrenzwerte hängen vom Land, der Umweltgenehmigung der Kläranlage und der Nähe der Kläranlage zu Wohngebieten ab. Das Problem wird durch die Ausdehnung der Städte noch verschärft, da immer mehr Wohnungen in der Nähe bereits bestehender Kläranlagen gebaut werden.

Eine solche Kläranlage in den Niederlanden war gezwungen, sowohl Emissionen aus der Hallenbelüftung als auch Emissionen aus der Klärschlammmischung und -Lagerung aufzubereiten.

Die Hallenbelüftung erzeugte einen sehr hohen Volumenstrom mit einer niedrigen Schadstoffkonzentration, typischerweise Schwefelverbindungen.

Die direkte Abluftabsaugung aus der Klärschlammmischung und -Lagerung führte jedoch zu einem geringen zu behandelnden Volumenstrom von etwa 1.000 bis 2.000 m3 pro Stunde mit einer hohen Konzentration von Schadstoffen, einschließlich anorganischen Verbindungen.

Lösung

Für die Hallenbelüftung haben wir eine Aktivkohlefiltration als eigenständige Behandlungsstufe installiert, die die niedrigen Schadstoffkonzentrationen vollständig entfernt. Dieses Modell ist in der Lage, einen Volumenstrom von 10.000 - 30.000 m3/h zu reinigen.

Für die direkte Abluftabsaugung aus der Mischung und Lagerung des Klärschlamms wurde ein zweistufiger Filtrationsprozess eingeführt.

Die erste Stufe ist ein Biofilter, der Bakterien verwendet, um anorganische Verbindungen wie Ammoniak zu entfernen. Die Aktivkohlefilter von DESOTEC  könnten zur Adsorption kleiner Mengen Ammoniak eingesetzt werden, sie sind jedoch eine zuverlässigere Lösung zur Entfernung von Schwefelkomponenten. Daher sind Biofilter in der Regel besser als erster Schritt zur Ammoniakentfernung geeignet.

Geruchsemissionen sind jedoch typischerweise diskontinuierlich mit gelegentlich hohen Spitzen, die die Bakterien in Biofiltern überfordern können und einen Durchbruch der Schadstoffe und ein Wiederauftreten von Geruchsproblemen verursachen können.

Deshalb wurde ein DESOTEC-Aktivkohlefilter als ergänzender Schritt installiert, zur Polishing des Luftstroms, bevor er geruchsfrei in die Atmosphäre abgegeben wird.

Ergebnisse

Unsere DESOTEC-Ingenieure haben ihr umfangreiches Fachwissen genutzt, um die optimale Füllung für die Aktivkohlefilter zu bestimmen, mit dem Fokus auf der Entfernung von Ammoniak und schwefelorganischen Verbindungen. Das Ergebnis ist, dass der Geruch vollständig entfernt wurde und von den Anwohnern nicht mehr wahrgenommen werden kann.

Die Geruchsbeseitigung war nur eine der Anforderungen des Kunden. Das Unternehmen strebt auch an, bis 2025 CO₂ neutral zu sein, und sammelt daher seinen Klärschlamm in einem anaeroben Faulbehälter vor Ort zur Energiegewinnung aus Biogas. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Abtransport von Klärschlamm nicht mehr erforderlich ist.

Viele Kläranlagen und Klärwerke folgen ähnlichen Modellen, wobei einige den Klärschlamm aus anderen Anlagen an ihren eigenen Standort bringen, um ihn zur Erzeugung von Biogas zu mischen.

Hierbei handelt es sich um eine weitere potenzielle Anwendung, bei der DESOTEC-Lösungen helfen können. Filter, die die Schadstoffe aus Biogas oder Biomethan herausfiltern, sind ebenfalls verfügbar.

Obwohl es sich hierbei ausschließlich um langfristige Anwendungen handelt, kann DESOTEC auch Notfall- und kurzfristige Lösungen anbieten. Wir arbeiten rund um die Uhr und können unsere mobilen Filter schnell installieren, zum Beispiel wenn Bakterien in einem Biofilter unerwartet absterben.

Unsere Ingenieure können Sie über die besten Aktivkohlearten, einschließlich imprägnierter Aktivkohle, für verschiedene Anwendungen beraten. Wie auch immer die Situation ist, wir arbeiten stets eng mit unseren Kunden zusammen, um die optimale Lösung für ihren Standort und ihre Nachbarn zu finden.

Kontaktieren Sie DESOTEC noch heute

Lassen Sie uns gemeinsam die Möglichkeiten zum Einsatz von Aktivkohlefiltrationslösungen für Ihre Kläranlage erörtern. Setzen Sie sich noch heute mit unseren Ingenieuren in Verbindung.

 

In den DESOTEC-Standorten wird die gesamte verbrauchte Aktivkohle analysiert, damit die richtigen Maßnahmen zur Handhabung und Entfernung der gesättigten Aktivkohle aus den mobilen Filtern eingeleitet werden können. Alle Moleküle, die beim Kunden in der Aktivkohle adsorbiert wurden, werden in den Reaktivierungsöfen von DESOTEC desorbiert. Diese Verunreinigungen werden dann im Einklang mit den nationalen und europäischen Gesetzgebungen durch eine Nachverbrennungsanlage samt Abgasreinigung vollständig zerstört. Die Gesamtanlagen und ihre Emissionen werden kontinuierlich online überwacht, wodurch sichergestellt wird, dass nur harmloser Wasserdampf sichtbar aus den Kaminen entweicht.