Reaktivierte Aktivkohle als Alternative zu Frischkohle zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks und der Gesamtbetriebskosten
Bei DESOTEC spiegelt sich unsere Mission, eine sauberere und grünere Welt zu schaffen, in unserem Kreislaufwirtschaftsmodell wider, das auf der Reaktivierung verbrauchter Aktivkohle basiert. Dieses Modell minimiert nicht nur CO₂-Emissionen, sondern senkt auch die Gesamtbetriebskosten (TCO) für Industrieunternehmen. Produkte und Dienstleistungen auf Basis reaktivierter Kohle reduzieren die Abhängigkeit von Importen von Frischaktivkohle und den damit verbundenen potenziellen Zöllen. Außerdem stärken diese auch die Resilienz der Lieferkette und senken die Kosten für unsere Kunden.
Berechnung unseres CO₂-Fußabdrucks
Bei DESOTEC haben wir die Treibhausgasemissionen (THG, CO₂-Fußabdruck) unserer Produkte gemäß der Bilan Carbone-Methodik berechnet. Diese basiert auf dem Treibhausgasprotokoll der Vereinten Nationen (THG-Protokoll), ISO 14064 und der Richtlinie 2003/87/EG. Wir berücksichtigen CO₂-Äquivalente als THG und schließen dabei neben CO₂-Emissionen auch Methan (CH₄), Lachgas (N₂O) und andere Verbindungen ein. Die vollständige THG-Bilanz des Aktivkohleprodukts über den gesamten Lebenszyklus ist in Abbildung 1 dargestellt.
Die Treibhausgasberechnung von der Rohstoffgewinnung bis zum Werkstor für ungebrauchte Aktivkohle umfasst:
- Bereitstellung kohlebasierter Rohstoffe;
- Karbonisierung und Aktivierung zur Erzeugung des Aktivkohleprodukts;
- Transport von den Produktionsstätten zu unseren Einrichtungen;
- und das Füllen von mobilen Filterbehältern.
Für die Rücknahme verbrauchter Aktivkohle gilt Folgendes:
- Reaktivierung und Abgasnachbehandlung;
- und das Füllen von mobilen Filterbehältern.
Die Berechnung der Treibhausgasemissionen von der Gewinnung bis zur Entsorgung umfasst außerdem:
- Transport des befüllten Filters zum und vom Kunden;
- und möglicherweise auch Behandlungen am Lebensende wie die Verwertung von hochbeladenem Aktivkohlematerial.
Reaktivierte Kohle vs. neue Aktivkohle
Durch Recycling, Reaktivierung und Wiederverwendung von verbrauchter Aktivkohle werden die CO₂-Emissionen reduziert, indem der Abbau und Transport von Primärkohle sowie die Entsorgung verbrauchter Aktivkohle vereinfacht werden. Die Reaktivierung von Aktivkohle dient als Schadstoffsenke: Adsorbierte Verbindungen werden in unseren Öfen und Nachbrennern vollständig abgebaut und, wo immer möglich, wiederverwertet. Darüber hinaus entlastet unser Reaktivierungsverfahren unsere Kunden von der Entsorgung verbrauchter Aktivkohle.
Annahme von Aktivkohleabfall
Wir können den Großteil der verbrauchten Aktivkohle reaktivieren und sie dabei gemäß den standortspezifischen Betriebsgenehmigungen, Sicherheitsprotokollen und den geltenden Gesetzen, Verordnungen und Normen (wie RCRA, ISO 9001 und ISO 14001) handhaben. Proben werden analysiert, um festzustellen, ob die verbrauchte Aktivkohle reaktiviert werden kann. Die Ergebnisse werden im sogenannten Abfallprofil detailliert dokumentiert.
Falls unsere Analyse Konzentrationen ergibt, die über dem Grenzwert liegen, zu dem wir die verbrauchte Aktivkohle reaktivieren dürfen, nutzen wir unser umfangreiches Netzwerk an Branchenkontakten, um Kunden bei der Suche nach einer konformen, sicheren und kosteneffektiven Entsorgungslösung zu unterstützen, vorzugsweise durch energetische Verwertung.
Zur Reaktivierung wird die verbrauchte Aktivkohle in geschlossenen Filtern von den Kundenstandorten zu unseren eigenen Anlagen transportiert. Dort verfügen wir über das Know-how und die Ausrüstung, um sie sicher und nachhaltig zu handhaben. Dadurch entfällt der Austausch vor Ort beim Kunden.
Darüber hinaus kann reaktivierte Aktivkohle wiederverwendet werden, was für unsere Kunden Skaleneffekte ermöglicht.
Reaktivierungsprozess und Rauchgasreinigung
Aktivkohle lässt sich mehrfach reaktivieren und stellt somit eine nahezu unerschöpfliche Ressource für unsere Kunden dar. Wir verfügen über modernste Reaktivierungstechnologien, die es uns ermöglichen, selbst stark verschmutzte, verbrauchte Aktivkohle mit minimalen Verlusten im Reaktivierungsprozess wiederzuverwerten.
Während des Reaktivierungsprozesses werden desorbierte Verbindungen entweder durch Pyrolyse im Ofen vollständig zerstört oder in einem nachgeschalteten Nachbrenner vollständig oxidiert. Der entstehende Abgasstrom aus CO₂ und Wasserdampf wird sicher in die Atmosphäre abgeleitet, während anorganische Moleküle wie Säuren oder Schwermetalle durch Wäsche neutralisiert, aufgefangen und in Salze (Flugasche) umgewandelt werden.
Unsere Öfen und Abgasreinigungsanlagen sind mit modernster Emissionsüberwachung ausgestattet, um die Einhaltung der strengsten Branchenstandards zu gewährleisten, die von lokalen, regionalen und nationalen Behörden festgelegt werden. Selbstverständlich arbeiten wir eng mit den Umweltbehörden zusammen, um sicherzustellen, dass alle desorbierten Verunreinigungen effektiv beseitigt werden und somit alle Umweltauflagen erfüllt werden.
Vorteile von reaktivierter Aktivkohle
TCO-Einsparung
Die Reaktivierung von Aktivkohle verbessert die finanzielle Nachhaltigkeit der Kunden, da die Kosten für den Abbau und die Gewinnung von Primärkohle sowie deren internationalen Transport (meist aus Asien) entfallen. Durch die Reaktivierung zur Wiederverwendung sparen die Kunden zudem die Entsorgungskosten für verbrauchte Aktivkohle.
Die Reaktivierung stärkt zudem die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen, indem sie die Abhängigkeit von Importen von Primärkohle verringert und somit die Lieferkette stärkt und potenzielle unvorhergesehene Zölle vermeidet.
Unsere Reaktivierungs- und Rauchgasreinigung ist so weit wie möglich auf Kreislaufwirtschaft ausgelegt. Beispielsweise wird in unseren europäischen Anlagen der bei der Rauchgasreinigung entstehende Dampf zurück in den Ofen geleitet, um die Adsorptionskapazität der Aktivkohle zu verbessern. Zudem nutzen wir die Abwärme zur Beheizung unserer Anlagen und steigern so die Nachhaltigkeit unserer Prozesse.
Reduktion des CO₂-Fußabdrucks
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Reaktivierung von Aktivkohle den Kreislauf schließt und so den CO₂-Fußabdruck industrieller Prozesse verringert. Dadurch werden die CO₂-Emissionen reduziert, die mit dem Kohleabbau, dem internationalen Transport und der Abfallbehandlung verbunden sind.
Abbildung 2: Relativer Vergleich des Treibhausgas-Fußabdrucks der Aktivkohlesorten von DESOTEC
Nimmt man Aktivkohle auf Kohlebasis als Referenz, so ist der Treibhausgas-Fußabdruck des reaktivierten Produkts am Ende seiner Lebensdauer 13-mal geringer.
Zukünftige Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt unserer Strategie, daher bauen wir unser Portfolio an nachhaltigen Produkten kontinuierlich aus, insbesondere durch unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit.
In Europa wird unsere neueste, wegweisende Produktionsanlage für den Biogasmarkt diese Strategie unterstützen und unseren CO₂-Fußabdruck weiter reduzieren. Diese Anlage ist in der Lage, mit H₂S stark beladene Aktivkohle zu reaktivieren, sowie zu reimprägnieren. Aktivkohle in der gleichen Qualität wie die Primärkohle kann dadurch hergestellt werden – was den CO₂-Fußabdruck zusätzlich senkt.
Diese patentierte und weltweit einzigartige Technologie revolutioniert die Aufbereitung von verbrauchter Aktivkohle aus der Biogasproduktion und führt zu einem Kreislaufmodell, das Nachhaltigkeit, lokale Wirtschaft, Energieunabhängigkeit und Kosteneffizienz fördert. Das Verfahren erzeugt sogar Gips – aus dem an der verbrauchten Aktivkohle adsorbierten Schwefel –, der als Baumaterial verwendet wird und so die Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit weiter verbessert.
Wie DESOTEC helfen kann
Um mehr über unsere Alternativen zu Aktivkohle auf Steinkohlebasis zu erfahren und zu besprechen, wie unser Service Ihrem Unternehmen helfen kann, seine Umweltziele zu erreichen, kontaktieren Sie uns noch heute.
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Unsere Filtrationslösungen
Wir bieten eine breite Palette von Filtermodellen und Kohlequalitäten an, die Ihren Anforderungen an die industrielle Wasser- oder Luftreinigung entsprechen. -
Reaktivierung einfach erklärt
Der Schutz der wertvollen natürlichen Ressourcen unseres Planeten ist der Schlüssel zu einer grüneren Zukunft. Die Reaktivierung von gesättigtem Kohlenstoff reduziert die Menge an neuen Rohstoffen, die für die Filtration benötigt werden, wodurch der Kreislauf geschlossen und die Nachhaltigkeit verbessert wird. -
Branchen, denen wir helfen
Wir arbeiten mit Unternehmen aus verschiedenen Branchen zusammen und passen unsere modularen Filtrationslösungen an Ihre individuellen Bedürfnisse an.